| 1) | Erzählen Sie Ihrer Agentur so viel wie möglich über Ihre Produkte und Unternehmensleistungen. Organisieren Sie evt. eine Werksbesichtigung und erläutern Sie ihren Markt, die Distribution Ihrer Produkte und Ihre schärfsten Wettbewerber. Machen Sie die Agentur zu Ihrem Fanclub! |
| 2) | Geben Sie präzise, schriftliche Briefings. Oder alternativ: Stellen Sie die Aufgabe weitgehend und fordern Sie die Agentur auf, diese in Absprache mit Ihnen in Form eines Re-Briefings präzise zu formulieren. |
| 3) | Wenn Sie mit einer Idee oder einer Gestaltung der Agentur nicht glücklich sind, lassen Sie nicht ewig daran herumdoktern. Fordern Sie die Agentur zu einem weiteren Vorschlag auf. (Nicht das Wegwerfen ist eine Schande, sondern das Publizieren halbgarer Ideen). |
| 4) | Erwarten Sie von Ihrer B2B-Agentur einen Marken- und Kommunikationsberater, der sich die Bezeichnung Berater verdient hat und der für Sie über Jahre auch im Tagesgeschäft als Gesprächspartner zur Verfügung steht und in möglichst kurzer Zeit zu einem branchenfachlich weitgehend kompetenten Gesprächspartner wird - am besten jemand aus der Geschäftsleitung. |
| 5) | Sprechen Sie mit nur einer Stimme. Wenn Sie sich auf Kundenseite nicht einig sind über das, was die Agentur präsentiert hat, bilden Sie sich erst intern eine belastbare Meinung. Geben Sie ein klares Commitment ab: Ja oder nein, statt hmm, vielleicht, mal sehen. |
| 6) | Lassen Sie bei Wettbewerbs-Präsentationen nicht mehr als 3 Agenturen antreten. Anderenfalls demotivieren Sie die Agenturen und verwirren sich selber. (Stellen Sie sich einmal vor, Sie würden jedesmal 5 Ärzte konsultieren). |
| 7) | Bezahlen Sie Wettbewerbs-Präsentationen - zumindest mit einer Schutzgebühr. Wenn Sie das nicht tun, besteht die Gefahr, daß nicht die besten Agenturen teilnehmen, sondern die, die es nötig haben. |
| 8) | Geben Sie Halbjahreszeugnisse. - Wenn Sie eine Agentur haben, die Ihnen keinen Zeugnisfragebogen vorlegt, benoten Sie von sich aus. - Ermuntern Sie die Agentur, schlechte Benotungen (Note 3 und schlechter) umgehend zu verbessern. |
| 9) | Fordern Sie die Agentur zu einer kritischen Stellungnahme Ihrer bisherigen Kommuniukation auf. Bei bestehenden Agenturbeziehungen sollte einmal pro Jahr ein kritischer Blick auf die gemeinsame Arbeit geworfen werden, nach dem Motto: Was könnten wir besser machen. |
| 10) | Reden Sie mit Ihrer Agentur über Ihr Geschäft und fordern Sie von Ihrer Agentur unternehmerisches Denken. Je mehr eine ernsthafte B2B-Agentur über Ihren Markt weiß, desto mehr wird sich Ihre Kreativität in die Richtung Ihrer geschäftlichen Ziele entwickeln. |
| 11) | Fordern Sie von Ihrer Agentur strategisches Markendenken. Nur eine Agentur, die das Ganze im Blick hat - auch zeitlich - ist in der Lage, die Einzelmaßnahmen effizient, also kostensparend zu orchestrieren und effektiv im Sinne einer verkaufenden Marke zu gestalten. |
| 12) | Fordern Sie von Ihrer Agentur immer eine Idee, ein Konzept, eine Strategie und eine auffällige und zwingende Umsetzung. Dafür wird sie hauptsächlich bezahlt. Geben Sie sich nicht mit dem reinen Bedrucken von Papier zufrieden, seien Sie so anspruchsvoll gegenüber Ihrer Agentur wie Sie ehrgeizig im Markt sind. |
| 13) | Ärgern Sie sich nicht über "horrende" Kostenvoranschläge. Fordern Sie Ihre Agentur zu einer genauen Begründung der Kosten auf, und überlegen Sie zusammen mit der Agentur, ob auf Teile verzichtet werden kann. (Es zahlt sich aus, Dienstleister die eine "weiche Ware" liefern auch Geld verdienen zu lassen). |
| 14) | Desk Top Publishing ist zwar praktisch, aber: Schonen Sie Ihren Werbeetat, indem Sie Ihre möglichen Autorenkorrekturen nur in Ausnahmefällen in die Layout- und Textsatzphase legen. Und lassen Sie sich durch das moderne DTP nicht dazu verführen, erst anhand von Layouts über das Konzept nachzudenken. |