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Hallo,

eFRIEND
wird sich in Zukunft neben dem Thema Permission Marketing
auch mit Fragen der Marken-Kommunikation beschäftigen.
In diesem Sinne lesen Sie in der heutigen eFRIEND, was an
Marketing für Technologie-Marken komplexer und anders
ist, als an Konsumgüter-Marketing wie z.B. für eine
Nudelmarke.
DIE ERHÖHTEN ANFORDERUNGEN AN ERFOLGREICHE WERBUNG
FÜR TECHNOLOGISCHE PRODUKTE UND TECHNISCHE DIENSTLEISTUNGEN.

Es wäre zu einfach, wollte man die Methoden der Markenkommunikation
für Konsumgüter und Technologie-Marken in zwei große
Schubladen aufteilen. Zu individuell sind im Einzelfall die
jeweiligen Bedingungen. Prinzipiell - und hier in aller Kürze
angesprochen - hat die Kommunikation für Technologie
folgende Hauptmerkmale:
Technologie
ist erklärungsbedürftig.
An dem plakativen Vergleich zwischen einer Nudelmarke und
einem medizinischen Video-Resektoskop wird deutlich, dass
Technologie (und das gilt neben dinglichen Produkten auch
für Dienstleistungen) ihren Kunden oft komplexe Inhalte
mitzuteilen hat. Für diese, in der Regel per Sprache
mitgeteilten Botschaften müssen sich die angesprochenen
Kunden mehr Zeit nehmen als bei klassischen Konsumgütern
üblich. Die eigentliche Kunst besteht nun darin, die
Zielgruppe werblich so anzusprechen, dass sie sich diese
Zeit nimmt, weil sie sich gerne mit der Botschaft befasst.
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Technologie
kennt keinen Entwicklungs-Stillstand.
Nudeln,
um einmal bei diesem deutlichen Beispiel zu bleiben, entwickeln
sich "technisch" kaum weiter (vom Saucenrezept
einmal abgesehen). Investitionsgüter für den professionellen
Gebrauch, aber auch z.B. Handys für Consumer haben
mehr oder weniger kurze Entwicklungszyklen. Diese damit
verbundenen technischen Neuerungen müssen jedesmal
per Werbung vermittelt werden. Und je kleiner der Entwicklungsschritt
ist, desto intensiver sind verständlicherweise die
Kommunikationsanstrengungen. Bei jeder einzelnen Kommunikationsmaßnahme
ist es wichtig, nicht nur den "pädagogischen"
Informationsjob zu machen, sondern auch das entscheidende,
unbewusst motivierte Verhalten der Käufer zu beeinflussen.
(weiter unterhalb des Schaubildes).
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Technik
braucht Service.
Technische
Produkte und Dienstleistungen werden im Gegensatz zu Konsumprodukten
üblicherweise längerfristig gebraucht statt kurzfristig
verbraucht. Technische Gebrauchsgüter sind also nicht
frei von Verschleiß, brauchen also Service. Interessanterweise
wird hier oftmals der Kunden-Service zum eigentlichen Produkt;
die ursprünglich verkaufte Ware ist nur noch austauschbare
Commodity. Und natürlich müssen auch Serviceleistungen
den Kunden gegenüber verkauft, also auch beworben werden.
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Technik
hat mehrere, oft komplexe Zielgruppen.
Es
gibt nicht wenige Technologieunternehmen, die weltweit nur
ein Dutzend Kunden haben. Andere haben hunderttausende potentielle
B2B-Kunden. Vodafone oder Sony haben Millionen Konsumenten/Verwender
als Kunden. Viele Kaufentscheidungen brauchen eine längere
Vorbereitungszeit, an der auch noch unterschiedliche Personen
beteiligt sind. Diese wiederum können sich zusammensetzen
aus Ingenieuren, kaufmännischen Entscheidern oder Finanzleuten,
um nur drei zu nennen. Man hat es also besonders im Bereich
Business to Business oft gleich mit mehreren Zielgruppen
zu tun. Hier gilt es, eine gruppenindividuelle Ansprache
zu finden, ohne dass dabei die Marke als Wesen in seiner
Prägnanz und in puncto Selbstähnlichkeit beschädigt
wird. Und das nicht nur während der Phase der Kaufentscheidung,
sondern auch in der Zeit davor und danach.
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Oft
starke und persönliche Kundenbindung.
Je
mehr Umsatz sich auf einen Kunden vereint, je öfter
ein Kontakt zum Kunden zustande kommt und je längerfristiger
eine Kundenbeziehung dauert, desto intensiver und persönlicher
ist die Mensch-zu-Mensch Beziehung. Diese Qualität,
man ist versucht es eine M2M-Beziehung zu nennen, ist in
vielen technikorientierten Branchen durch noch so schöne
Werbung nicht zu ersetzen, sondern allenfalls durch Werbung
so gut wie möglich zu unterstützen. Allerdings
gilt auch: Je größer die Zielgruppen und je austauschbarer
die technischen Produkte, desto wichtiger werden Massenkommunikationsmittel.
Die wiederum sind um so wirksamer, je mehr es gelingt, jenseits
der reinen Informationsübermittlung eine emotional
wirksame Markenbeziehung aufzubauen.
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Wichtig
für technikorientierte Produkte:
Ob
Investitionsgüter für den professionellen Gebrauch
oder Technik für den Consumer, in beiden Fällen
hat man es mit menschlichen Entscheidern zu tun. Und in
beiden Fällen wird die Kaufentscheidung von einem Zusammenspiel
zwischen rationalem Bewusstsein und emotionalem Unterbewusstsein
getroffen. Oder, um es auf eine vereinfachende Formel zu
bringen: Der Kauf wird emotional unterbewusst vorbereitet
(limbisches System) und rational bewusst genehmigt (Großhirnrinde).
Und, um es auf die Spitze zu treiben: Technik überzeugt
nur, wenn die Marke begeistert.
In diesem Sinne wünschen Ihnen das eFRIEND-Team und
ich frohe Weihnachten und vor allem ein beruflich begeistertes
neues Jahr!
Jesse Meyer-Arndt
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