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Hallo,

kürzlich
sagte mir ein Marketingleiter "wir sind das größte
unbekannte Unternehmen der Welt". Er hatte damit auch
kein Problem, denn dieses weltweit produzierende Chemieunternehmen
verkauft seine Produkte nicht im nächsten Supermarkt,
sondern wie man sagt, Business-to-Business. Nun stellt sich
die Frage, wie viele Werbemittel und Medien braucht so ein
reinrassiges B2B-Unternehmen? Reicht - vom Thema Investor
Relations einmal abgesehen - nicht etwa ein Mailing mit
dem Produktprospekt, bei dem es ja sowieso "nur"
auf die Seite mit den Spezifikationen ankommt?
WARUM
BRAUCHEN MARKEN ÜBERHAUPT EINE ÖFFENTLICHKEIT DIE
ÜBER DEN DIREKTEN WERBEKONTAKT ZUM KUNDEN HINAUSGEHT?
Hans Domizlaff gab seinem berühmten Buch zur Markentechnik
den Titel "Die Gewinnung des öffentlichen Vertrauens".
Er nannte es nicht etwa die "Gewinnung des Kundenvertrauens".
Schon bei normalen Konsumentenmarken ist es ein Unterschied,
ob ich eine Marke X kenne, oder ob ich weiß, dass
auch alle anderen diese Marke kennen. Ist eine Marke allgemein
bekannt, gibt mir das etwas sehr wertvolles. Und zwar die
Bestätigung, dass diese Marke auch für mich relevant
sein sollte. Öffentliche Werbung (z.B. TV-Spots) suggerieren
dem Betrachter allgemeines Interesse und allgemeine Relevanz
dieser Marke. Die allgemeine (öffentliche) Beachtung
bestätigt mir: Was für andere relevant zu sein
scheint, kann für mich nicht so falsch sein. - Fortsetzung
unterhalb der Tabellengraphik.
Die
wertvollsten
10 Technik-Marken
der Welt
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Die wertvollsten
10 B2B-Marken
der Welt |
Rang
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Marktwert
Mrd. US $
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Rang
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Marktwert
Mrd. US $
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1. Microsoft
2. IBM
3. General Electric
4. Intel
5. Nokia
6. Mercedes
7. Toyota
8. Hewlett-Packard
9. Ford
10. Cisco |
65,17
51,77
42,34
31,11
29,44
21,37
20,78
19,86
17,07
15,79 |
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1. IBM
2. Intel
3. Hewlett-Packard
4. Cisco
5. Oracle
6. SAP
7. Xerox
8. Accenture
9. Sun Microsystems
10. Caterpillar |
51,77
31,11
19,86
15,79
11,26
7,71
5,58
5,30
4,47
3,36 |
Die
ersten 5 dieser Technik-Marken rangieren unter den
6 wertvollsten Marken überhaupt. Nur die Consumer-Marke
CocaCola (Platz 1) ist wertvoller. Auch in technischen
Märkten hat die Marke also trotz des oft als
rational beschriebenen Kaufverhaltens eine große
Bedeutung.
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Auffällig
ist, dass eine reine B2B-Marke dann, wenn das
Unternehmen nur groß genug ist, auch einen
großen allgemeinen Bekanntheitsgrad außerhalb
ihrer Branche hat. Dieser "Streuverlust"
ist wertvolle Öffentlichkeit und beeinflusst
positiv die reine B2B-Kaufentscheidung.
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Quelle:
Das amerikanische Markenforschungsunternehmen
Interbrand hat zusammen mit dem Wirtschaftsmagazin
Business Week die 100 wertvollsten Marken
der Welt ermittelt. Veröffentlicht im
August 2003 in Business Week.
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Wie verhält sich das bei B2B-Marken, also Insider-Marken?
Natürlich
spielt sich die öffentliche Marken-Bestätigung
einer reinen B2B-Marke nicht in TV-Spots oder auf Fußballertrikots
ab. Aber z.B. auf einem Plakat im Flughafen. Möglicherweise
ist es auch eine gute Idee auf einer Fachmesse mit einem
Messestand vertreten zu sein, wohlwissend, dass man mit
dem Außendienstbesuch mehr Umsatz macht. Aber die
Marke ist präsent und je größer der Messestand,
um so größer scheint einem ihre Bedeutung. Im
übrigen ist darauf zu achten, dass sich die Media-Fehlstreuung
einer B2B-Marke in verantwortbaren Grenzen hält.
Ideal ist die Kombination aus minimalem Streuverlust und
maximaler Publikumsgröße (Öffentlichkeit),
so wie es beispielsweise auf großen Fachmessen der
Fall ist.
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Welche Formen der Öffentlichkeit gibt es für B2B-Marken
noch?

Allgemeines
Vertrauen durch Öffentlichkeit muss sich nicht immer
über klassische Werbemittel abspielen. Die wahrscheinlich
wertvollste Form des Vertrauensbeweises ist die öffentliche
Verwendung der Marke durch eine meinungsbildende Koryphäe.
Diese wird beispielsweise kommuniziert in einem redaktionellen
Beitrag oder durch das Sponsoring dieser Person und ihres
Themas. Im übrigen vermitteln kleinere Marken eine größere
Marktbedeutung durch öffentliche Präsenz, weil sie
so eine größere Marktrelevanz suggerieren. Der
Mechanismus ist dabei immer der selbe: Bekanntheit schafft
Vertrauen. Wenn ich also sehe, dass eine Marke auch anderen
potentiellen Kunden bekannt ist, unterstellt mein Unterbewusstsein
diesen anderen Kunden Vertrauen in die Marke.
Thema
der nächsten Ausgabe von eFRIEND:

Wie lange müssen Geschäfts-eMails aufbewahrt werden?
Welche Schriften können von welchen Computersystemen
dargestellt werden? Was gibt´s Neues von der Spam-Front?
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