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Hallo,

die heutige eFRIEND bespricht ein häufiges
Marketingproblem technologieorientierter Unternehmen in B2B-Märkten.
Gemeint ist das Bewerben von mehr oder weniger regelmäßigen
Detailverbesserungen technischer Produkte - für die zum
Leidwesen des Vertriebs nur Miniwerbebudgets zur Verfügung
stehen.
MODERNE EFFIZIENTE WEGE UM PRODUKTNEUERUNGEN IN B2B-MÄRKTEN
ZU BEWERBEN.

Im Gegensatz zu sehr vielen Gütern
des privaten Verbrauchs ist es das Wesen von Technologie,
daß sie sich regelmäßig verändert durch
Verbesserung (Was übrigens oft auch für technische
Dienstleistungen gilt). Es gibt also in vielen technischen
B2B-Märkten ein permanentes Innovationsgrundrauschen.
Für den einzelnen Anbieter ergeben sich daraus gleich
zwei Probleme. Zum einen sind die Verbesserungen oft nur Teilverbesserungen,
vielleicht nur kleinere Optimierungen; die man natürlich
der lieben Kundschaft dennoch verkünden möchte.
Zum anderen rechnet sich in sehr vielen Fällen - und
das ist das zweite Problem - der (normale) Aufwand für
Werbung nicht. Also beläßt man es bei einer reinen
Information an den Verkauf per z.B. 100% emotionsfreier Excel-Datei.
Eine darüber hinaus wirksame, ausschmückende, kundengewinnende
Werbung fällt dem Controlling zum Opfer.
Immer schneller, immer vergleichbarer.

Allerdings verdient diese Form der Diät-Budgetierung
ein gewisses Verständnis. Immerhin steht die Industrie
mehr denn je unter enormem Effizienz- und Innovationsdruck:
Jedes neue Produkt muß in Kürze sein eigenes Geld
verdienen. Schnellere Kostendeckungsbeiträge sind gefrag
statt Geduld mit den Amortisationsfristen. Erschwerend kommt
hinzu: Dank Internet, rechnergestützer Konstruktion,
Erprobung und Fertigung, einer problemlosen internationalen
Logistik und fallenden Zollbarrieren verkürzen sich die
Innovationszyklen. Und das einzige Lebewesen auf Mutter Erde
was ohne Schlaf auskommt ist der Wettbewerb.
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Technikwerbung
ist schwierige Werbung.

Neben
dem Problem der ohnehin sinkenden Budgets und der erhöhten
Innovationenfrequenz tut man sich allenthalben schwer die
Produktneuerungen werblich beeindruckend, verkaufswirksam
in Szene zu setzen. Zu abstrakt, zu komplex, zu "unsichtbar"
sind die meisten technischen Vorteile. Obwohl jedes Produkt,
jedes Unternehmen und jeder Markt anders ist, will diese eFRIEND-Ausgabe
versuchen, es nicht bei der Problemdarstellung und bei allgemeinen,
weisen Ratschlägen zu belassen. Also...
Es gibt zwei Chancen für mehr Effektivität bei kleinem
Werbebudget: Zum einen das STARKE BILD und zum anderen DER
UNÜBLICHE PFAD.

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Wären
Sie ein endoskopisch operierender Gynäkologe, dann
wäre dieses Bild etwas, das Sie so leicht nicht
übersehen würden. |
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Zuerst
zum STARKEN BILD.

Eine starke, dramatische und den Sachverhalt anschaulich verdeutlichende
Visualisierung der Produktneuerung ist die Chance, mit relativ
wenig Geld ungleich wirksamer die Kunden und alle anderen,
am Erfolg Beteiligten zu erreichen und emotional im Verkaufsinteresse
des jeweiligen Produkts zu beeinflussen. Dafür bedarf
es Phantasie, also einer Idee und natürlich der Kenntnis
des jeweiligen Marktes und des Produkts bzw. der Dienstleistung.
Denn soviel ist sicher: Jede dramatische Visualisierungsidee
ist nur so wirksam, wie sie kunden-, markt- und produktrelevant
ist. Und je stärker die Markengestalt des Unternehmens
visuell erkennbar ist, um so verblüffend andersartiger
darf die jeweilige Bildidee sein. Idealerweise erfindet man
Bildideen umsetzungssparsam, also ohne ein Fotoshooting in
Südafrika. Und bitte eine schlanke Kreation, also keine
Pappenschlacht mit vielen Leuten. Oft reicht 1 guter Mann
der seine Ideen, falls nötig, per eMail/pdf_file abstimmt.
Hat man dieses Bild erst einmal erfunden, ist die Hälfte
geschafft.
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Jetzt
zum UNÜBLICHEN PFAD.

Es ist schon lange keine Kunst mehr 1/1-Seiten in Fachzeitschriften
zu schalten oder großformatige Prospekte zu verschicken.
Diese Standard-Schubladen sind ausgetretende Pfade in budgetkritischen
Situationen.
Where is the beef? - Hier einige Beispiele für budgetschonende
Aktionen die wirksamer sind, weil sie unüblich sind:

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Ein
A7 kleiner Briefumschlag erweckt oft mehr Aufmerksamkeit
als das gewohnt große A4 Format. |
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Verteilen
Sie vor dem Messeparkplatz etwas preiswertes aber verblüffendes
an die Messebesucher. |
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Nutzen
Sie Firmenfahrzeuge als Plakatflächen. |
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Fotografieren
Sie das Produkt an einem ungewöhnlichen, "verrückten"
aber idealerweise thematisch relevanten Ort und melden
Sie es mit einer Presseinfo an die Branchendienste. |
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Eine
wirklich aufmersamkeitsstarke Kleinanzeige auf der Titelseite
des Hauptbranchenblattes (falls möglich). |
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Ein
handschriftlicher Brief an 50 wichtige, in Frage kommende
Kunden (schreibt ein Student vom Studentenschnelldienst). |
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Ein
permission based eMailing (wie diese eFRIEND, statt
uneffiziente kleine Papier-Druckauflagen). |
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Bedruckung
der Kantinen-Servietten wenn die eigenen Mitarbeiter
die Zielgruppe sind. |
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Schicken
Sie ein "individuelles" Polaroid an die 50
wichtigsten Kunden, versehen mit einer handschriftlichen
Notiz. |
Ideen
schlagen Geld - in diesem Sinne

Ihr Jesse Meyer-Arndt
von FRIENDS OF BRANDS
Thema der nächsten Ausgabe von eFRIEND:
Die Nachteile klassischer Marktforschung für die
Werbewirkungsforschung.
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