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Hallo
<<Title>> <<LastName>>,

nachdem
wir in der letzten eFRIEND die Portionierung und "Verabreichung"
von Texten in eNewslettern zum Thema hatten, geht es heute vor allem
um die absolute Textmenge bei HTML-programmierten, also gestalteten
eNewslettern.
Wieviel
Text sollte ein eNewsletter enthalten? Wieviel Bild-Anteil darf er
haben?

Ein
eNewsletter darf grundsätzlich soviel Text enthalten, wie der
Leser bereit ist gerne zu lesen. Wenn der Text also spannend ist,
dürfen eNewsletter ruhig länger sein. Was also ist spannend?
Es sind die relevanten, neuen (ungewöhnlichen) und schnell
überbrachten Nachrichten. Wobei im B2B eher die Fachnachricht
relevant ist und beim Privatmann die menschliche Nachricht Relevanz
hat (inkl. Klatsch und Tratsch). Und natürlich gilt mehr noch
als bei Papier-Texten für Screen-Texte, daß jeder eNewsletter-Schreiber
sich bei jedem seiner Sätze kritisch fragen sollte, ob er ihn
nicht weglassen kann.
Über diese allgemeingültigen, medienunabhängigen
Erkenntnisse zum Thema Textlänge hinaus, gibt es bei eNewslettern
weitere Aspekte zu berücksichtigen. Zum einen den Umstand,
daß die (unterschiedlichen) Bildschirmhöhen das Lesefeld
begrenzen. Deshalb verbieten sich zu hoch gestaltete eNewsletterköpfe.
Das zweite ist ein Phänomen, das wir sehr oft beobachten. Und
zwar drucken viele Leser ihre eNewsletter aus mit der Absicht, sie
dann beispielsweise abends zuhause zu lesen. Dieses Vertagen birgt
natürlich die Gefahr, daß der eNewsletter dann doch nicht
mehr gelesen wird. Andererseits werden möglicherweise wichtige
Textpassagen markiert und der Ausdruck sogar abgeheftet und gesammelt.
Es bleibt den Medienforschern überlassen, die Vor- und Nachteile
in Merksätzen zusammenzufassen. Bis das geschehen ist, empfehlen
wir einen eNewsletter-Textumfang, der nicht länger zu lesen
ist, als man für eine Tasse Kaffee braucht. Und falls ein Thema
zu umfangreich zu werden droht, kann man es in zwei eNewsletter-Ausgaben
unterbringen.
eNewsletter
werden nicht wegen des Impressums gelesen!
Ein weiterer
Aspekt betrifft das Verhältnis zwischen variablem Nachrichten-Text
und wiederkehrendem Standard-Impressum-Text. Natürlich sollte
man den Impressum-Text nur so knapp wie möglich halten und
ihn als solchen erkennbar gestalten. Beim Ausdrucken werden diese
Standard-Texte nicht als Papierverschwendung empfunden. Ein Punkt
der oft vernachlässigt wird, weil viele eNewsletter nicht konsequent
Empfänger-orientiert gestaltet werden. Also: In der Regel nicht
länger als eine Tasse Kaffee, und auf jeden Fall kurzweilig
informieren.
Und wie verhält
es sich mit dem Anteil von Bild und Text?
Zwar sind websites
und eNewsletter Informationsmedien und werden auch so genutzt. (Eine
Eyetracking-Untersuchung der Stanford University hat ergeben, daß
zuerst die Texte und dann die Bilder beachtet werden.) Doch bei
aller Liebe zur digitalen Welt, jeder "User" ist auch
ein Mensch. Und Unterhaltung (Neugierde) ist eine der stärksten
menschlichen Motivationen. Formale (bildliche) Attraktivität
unterstützt deshalb die Aufnahmebereitschaft von textlichen
Inhalten.
Deshalb sollte man Bilder und andere gestalterische Elemente zur
Begleitung der Texte mit in den HTML-gestalteten eNewsletter aufnehmen.
Diese wohldosierte Zurückhaltung von Bildern gilt viel mehr
noch, wenn es sich bei den Abbildungen (Fotos, Banner etc.) um Werbung
handelt. Denn beim permission based eMail-Marketing sind die Erwartungen
der Empfänger an werblich unbelastete Kommunikation natürlich
höher als bei anderen Medien.
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