Warum sind über 90 % aller deutschen Supermärkte sogenannte Linksdreher?

Also Supermärkte, deren Kundenstrom sich hinter dem Eingang linksherum dreht bis er an der Kasse ankommt. - Die Antwort darauf gibt ein einfaches Experiment, das ein Berliner Student 1981 zur Untermauerung seiner "Tante-Emma-Laden These" durchführte.

. . . Er stellte einen Tisch in die Mitte eines Raumes und setzte jemanden mit einem Fragebogen dahinter, der eine weitere Person befragte, die vor diesem Tisch stand. Unser Student forderte nun nacheinander diverse Personen auf, sich zu einer XY-Befragung schon mal anzustellen, sie würden gleich drankommen. Ziel seiner Schein-Befragungsaktion war es, herauszufinden, ob sich die Wartenden, wenn sie sich seitlich anstellen, dann eher rechts oder eher links neben den gerade Befragten anstellten.

Das Ergebnis:

Es bildete sich mehrheitlich auf der rechten Seite der Ansatz einer Warteschlange - was wiederum die "Tante-Emma-Laden These" bestätigte. Diese besagte, daß der Krämer in der Urzeit des Einzelhandels mit einem symmetrisch angeordneten Ladengeschäft startete. Wegen der Schlangenbildung tendenziell auf der rechten Seite, "wanderte" die Kasse - um der Warteschlange mehr Platz zu schaffen - im Laufe der Zeit immer mehr nach links auf dem Verkaufstresen. Andere Gründe wie z.B. "Bauvorschrift Ladentür rechts am Haus" gab es nicht. - Die nächste, bisher noch nicht erforschte Frage lautet: Warum stellen sich Menschen tendenziell eher rechts an?
Kasse "K" wandert durch Evolution von Ladengeneration zu Ladengeneration nach Links.